Paradies

Der Traum vom großen Paradies

Ein interkulturelles Kinderbuch für Kinder ab 6 Jahren

Foto des Kinderbuches "Der Traum vom großen Paradies", Frontcover

Die Handlung

Wohin gehen wir eines Tages, wenn wir diese Welt verlassen? Das fragen sich Hamit, Sita, Lisa, Maria, Akira und Aaron. Sie alle gehören einer anderen Religion an. Kein Wunder, dass alles, was ihnen bisher erzählt wurde, ganz unterschiedlich ist. Gibt es überhaupt einen Ort für sie? Das alles dürfen sie in einem gemeinsamen Traum herausfinden. Sie dürfen das Paradies schon einmal kennenlernen. Oder besser gesagt: die Paradiese.

Jede Religion hat zwar ihren eigenen Ort. Doch was können die Kinder dafür tun, dass diese Orte nicht mehr getrennt voneinander sind? Sie überzeugen den Rat der Religionsvertreter davon, Brücken zwischen den Paradiesen zu bauen. Als sie sich gegenseitig besuchen, finden sie heraus, wie viel Freude es machen kann, die Kultur der anderen zu entdecken. Doch muss man denn unbedingt träumen oder ins Paradies kommen, um all das zu erleben?

Ganzseitige Kinderbuchillustration: sechs Kinder besuchen das Paradies, der Wächter prüft auf einer Liste, ob sie brav warenGanzseitige Kinderbuchillustration: sechs Kinder lauschen den spannenden Geschichten von Marias UrgroßmutterGanzseitige Kinderbuchillustration: sechs Kinder haben sich beim Purimfest verkleidet

Der Hintergrund der Geschichte

Die Idee und die erste Version des Projektes entstanden schon vor längerer Zeit. Damals begann etwas, das sich bis heute fortgesetzt und in der Gesellschaft manifestiert hat. Thilo Sarrazin veröffentlichte sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ und in Teilen der Gesellschaft wurde die Frage laut, wann man deutsch und stolz darauf sein darf, und wie viel Islam die deutsche Kultur aushalten würde. Inzwischen spricht so mancher sich sogar öffentlich gegen den Islam aus. Dass man sich in einer Gesellschaft wieder zunehmend gegen eine Religion und ihre Kultur ausspricht, beschäftigt mich.

In dem Buch geht es mir nicht darum, Religionen zu erklären oder für den Islam einzutreten. Es geht mir vielmehr um die Kulturen, die die verschiedenen Glaubensrichtungen mitbringen. Und darum, dass Kinder sich in früheren Jahren offen begegnen und Freunde sein möchten, ganz egal, an was sie glauben. Die Freundschaft der Kinder soll die ganzen Trennungen, zumindest erst mal in meiner Geschichte, überwinden. Gemeinsam lernen die Kinder Feste und Geschichten aus anderen Kulturen kennen. Denn das, finde ich, ist das Spannende in einem Einwanderungsland. Wir können neue Welten entdecken, auch jene von uns, die nicht dazu verreisen können. Wenn das mal kein Vorteil ist!

Das Buch ist nicht nur an die Kinder gerichtet, sondern auch an die Erwachsenen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir lernen, mit anderen Kulturen zusammenzuleben. Denn dies ist eine Entwicklung, die mit der Globalisierung zusammenhängt und nicht rückgängig zu machen ist. Es klappt nur, wenn wir umdenken. Unsere Heimat ist so oder so ständigem Wandel unterlegen. Wir können Vorteile darin sehen, indem wir verstehen, dass uns diese ganzen Menschen mit ihren verschiedenen Kulturen bereichern.

Ganzseitige Kinderbuchillustration: sechs Kinder feiern das Divalifest und sehen sich ein Feuerwerk anGanzseitige Kinderbuchillustration: sechs Kinder spielen in einem kleinen WeltallGanzseitige Kinderbuchillustration: sechs Kinder schlafen zufrieden

Das Buch

Das Buch „Der Traum vom großen Paradies“ erschien 2015 beim Abentheuer Verlag. Es folgten einige Lesungen, u. a. in einer Grundschule, und die Teilnahme am Berliner Kunstfestival 48 Stunden Neukölln. Im Mai 2017 hielt ich einen Vortrag bei einer Fortbildung für Ethiklehrer. Die Fortbildung mit dem Namen „Philosophieren mit Kindern“ wurde vom Sächsischen Bildungsinstitut in Meißen organisiert. Zudem lernte ich die Künstlerin Anke Ilona Nikoleit kennen. Mit ihrem Projekt KJUI bietet sie Märchenerzählungen in Firmen und Schulen an und regt mit diesen uralten Weisheiten zum Denken an. Anke hat mein Buch eingelesen und hier könnt Ihr es hören.